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Wilmas Welt

Wenn die Bevölkerung mit anpackt…

Ko-Produktion öffentlicher Leistungen – das hört sich kompliziert an. Ich als Postdog weiß aber natürlich sofort, worum es geht. Heute schau ich mir dazu einen Artikel im „Journal of Public Administration Research and Theory“ dazu an.

Es geht darum, wie digitale Plattformen dabei helfen können, das die Bürger:innen vor Ort mit der Verwaltung daran arbeiten können, das die Daseinsvorsorge gewährleistet wird.

Die Forscher schauen sich dabei im Artikel die Müllentsorgung an. Illegale Müllentsorgung schadet der Umwelt – das finden wir Hunde natürlich besonders doof. Digitale Tools wie Plattformen können dabei helfen, dass Bürger:innen z.B. melden, wo illegal Müll entsorgt wurde, damit die Verwaltung den dann entfernen lassen kann und nicht erst aufwändig suchen muss. Gute Sache an sich!

Alles aber nicht ganz so einfach: So eine Plattform macht Aufwand und die Informationen, die Bürger:innen dann teilen, sind nicht immer präzise genug (z.B. hinsichtlich des Standorts), um wirklich hilfreich zu sein. Und häufig gibt es zu wenig qualifiziertes Personal in der Verwaltung, um mit der Plattform effektiv umzugehen.

Die Anforderungen für solche digitales Tools sind nach der Studie also folgende:

  1. Die Daten sind ohne großen Aufwand für die Bürger:innen übermittelbar und bieten wenig Fehleranfälligkeit (z.B. falscher Standort)
  2. Die Verwaltung hat genug Ressourcen um die Plattform regelmäßig zu pflegen und auf die übermittelten Anliegen sachgerecht einzugehen
  3. Es gibt keine kostengünstigeren Alternativen als die Einbindung der Bürger:innen, um die öffentliche Aufgabe zu erfüllen

Wenn diese Punkte gegeben sind, und die Plattform bedienfreundlich ist, dann wird die Zusammenarbeit zwischen Bevölkerung und Verwaltung gelingen können. Hand/Pfote drauf! Eure Wilma

Über Wilma: Postdog Wilma arbeitet am Lehrstuhl für Public Management & Public Policy an der Zeppelin Universität. Sie schaut als Beagle auf die Modernisierung des öffentlichen Sektors und schnüffelt regelmäßig durch aktuelle, wissenschaftliche Studien zu Personal, Innovation und Digitalisierung im öffentlichen Sektor. Das gibt es auch auf Twitter zu sehen.