Was Wir Machen

Lokalprojekte unterstützt Kommunen und Behörden dabei, mit Macher:innen aus Wirtschaft und Gesellschaft Projekte gemeinsam voranzubringen. Dies trägt zur Lösung großer Herausforderungen auf lokaler Ebene bei und stärkt innovative Arbeitsweisen im Alltag der Verwaltung. In gemeinsamen Projekten mit Macher:innen aus Wirtschaft und Gesellschaft bieten sich für Kommunen und Behörden neue Perspektiven und ganzheitliche Lösungen durch den Blick von außen.

Das bieten wir Kommunen in unseren Lokalprojekten
  • Unterstützung in der Projektgestaltung
  • Ein Buddy aus dem Lokalprojekte-Team zur Unterstützung während der gesamten Projektlaufzeit
  • Gewinnung von kompetenten, motivierten Macher:innen aus Wirtschaft und Gesellschaft
  • Ein Bildendes Begleitprogramm mit Willkommensevent, Präsenz- und E-Learning-Modulen auf unserer Lernplattform sowie einem Abschlussevent
  • Evaluation Ihres Lokalprojekts
Unser Werteversprechen

Fachkräftemangel entgegenwirken.
Sie können benötigtes Fachpersonal (beispielsweise in den Bereichen Digitalisierung, Integration oder Projektmanagement) für einen befristeten Zeitraum von z. B. 6 bis 12 Monaten schnell und einfach für dringende Projekte ins Haus holen, ohne dafür mit befristeten Stellen arbeiten zu müssen.

Interner Kompetenzaufbau.
Durch die kurzfristige und ideal qualifizierte Unterstützung helfen wir, Kompetenzen und Know-how zeitweise zu importieren und nachhaltig aufzubauen (kein Interesse an Folge-Beratungsaufträgen). Verwaltungsmitarbeitende und Macher:innen werden den Projektzeitraum über durch ein Bildendes Begleitprogramm unterstützt.

Neue Ansätze und Arbeitsmethoden.
Wir haben zum Ziel, dass Sie innovative Formate der Zusammenarbeit in einem geschützten und durch Lokalprojekte unterstützen Rahmen ausprobieren können. Neue Arbeitsmethoden und Herangehensweisen bereichern die Arbeit an der Daseinsvorsorge vor Ort und ermöglichen Innovationen.

Akzeptanz vor Ort stärken und Vorurteile abbauen.
Wir möchten dazu beitragen, Verständnis für die Herausforderungen und Zielkonflikte öffentlicher Steuerung in Wirtschaft und Gesellschaft zu schaffen und zugleich den Quereinstieg in Kommunen und Behörden erleichtern.

Beispielfelder für Projekte
Multidisziplinäre Schnittstellenthemen

die nicht in eine Abteilung alleine passen

Komplexe Herausforderungen

deren Lösung verschiedene Perspektiven erfordert

Zeitlich begrenzte, volatile Aufgaben

benötigen agile, schnelle, und unkonventionelle Herangehensweisen

Der Weg zu Ihrem Lokalprojekt
FAQ für Kommunen
Wer kann sich bewerben?

Lokalprojekte richtet sich an Kommunen und Behörden. Wir suchen insbesondere Kommunen, die mit uns die Vision teilen, dass Menschen und deren Kompetenzen die Basis einer innovativen und zukunftsfähigen Kommunalverwaltung sind. Wir suchen daher insbesondere Bürgermeister:innen und Projektverantwortliche in der Verwaltung, die nach vorne denken und Zukunft gestalten wollen. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit  Kommunen (Gemeinden, Städte, Verwaltungsgemeinschaften, Landkreise, Bezirke, Landschaftspflegeverbände, und weitere Gebietskörperschaften, territoriale und hoheitliche Körperschaften des öffentlichen Rechts) und mit weiteren Behörden bzw. öffentlichen Stellen oder Ämtern. Wir sind offen für die Zusammenarbeit mit den Bundesländern  (Landesministerien, Landesbehörden, etc.) und mit öffentlichen Unternehmen von Kommunen und Ländern. Behörden und Ministerien des Bundes: Hier gibt es schon ein tolles Angebot von DigitalServices4Germany! Wir verweisen Sie gerne auf dieses tolle und innovative Team und stellen gerne einen Kontakt her, falls gewünscht: https://digitalservice4germany.com/

Was muss eine Kommune bzw. Behörde mitbringen?

Ein ca. sechs- bis zwölfmonatiges Projekt aus dem breiten Portfolio der Daseinsvorsorge bzw. der öffentlichen Aufgabenerfüllung. Bei der Beschreibung eines bearbeitbaren Projektziels unterstützen wir Sie gerne. Ganz wichtig ist ein innovatives Mindset: Politik und Führungskräfte aus der Verwaltung bringen die Offenheit und den Mut mit, neue Arbeitsweisen und Zukunftskompetenzen nachhaltig in den Arbeitsalltag zu integrieren. Die Zusammenarbeit mit den Macher:innen geschieht auf Augenhöhe und erfordert Zeit und die Bereitschaft, die Macher:innen in den Arbeitsalltag einzubinden. Es benötigt eine Projektpatin bzw. einen Projektpaten aus der Reihe der Verwaltungsprofis vor Ort, die oder der Hand in Hand mit der/dem Macher:in das Projekt vor Ort begleitet und verantwortet.

Was ist ein Projekt?
Wie sollte ein Projekt aussehen?

Gemeinsam mit Ihrer Macherin oder Ihrem Macher arbeiten Sie als Kommune sechs bis zwölf Monate lang an einem Projekt. Wechselseitiger Austausch und gemeinsames Lernen von Verwaltungsprofis und Macher:innen steht beim Lokalprojekt im Mittelpunkt und bringt Mensch sowie Projekt voran. Das schafft einen Raum für offene, soziale Innovationen vor Ort.  Anhand des Projekts wird Ihr:e Macher:in verstehen mit welchen Herausforderungen Sie konfrontiert sind. Sie arbeiten gemeinsam an diesen Herausforderungen und zeigen Möglichkeiten auf, wie Arbeitsweisen und -prozesse anders gedacht und methodisch angereichert werden können. Das Projekt ist also auch Mittel zum Zweck der wechselseitigen Bildung, insbesondere der Methoden- und Kompetenzvermittlung.
Nach den folgenden Kriterien werden die Projekte ausgewählt:

Das Projekt hat eine direkte und möglichst nachhaltige  Wirkung in der Verwaltung und für die Bürger:innen vor Ort.

Das Projekt befindet sich aktuell in einem Stadium, in dem Gestaltungsspielraum in Bezug auf angewandte Methoden für die Macherin oder den Macher und das Team besteht.

Das Projekt hat eine hohe Umsetzungs-Priorität innerhalb des Hauses und ist personell sowie finanziell mit ausreichend Ressourcen ausgestattet. Macher:innen dürfen nicht nur eingesetzt werden, um kurzfristige Personalbedarfe im Regelbetrieb auszugleichen.

Das Projekt profitiert insbesondere von Unterstützung zur Arbeitsmethodik oder hat z. B. moderne, digitale Arbeitsprozesse/Wandel von Arbeitskultur als direkten Projektinhalt.

Wie läuft der Bewerbungs- und Auswahlprozess ab?

Der Bewerbungs- und Auswahlprozess wird möglichst unkompliziert gehalten. Projektvorschläge können über das Kontaktformularoder per Emaileingereicht werden. Anschließend finden mit denjenigen Kommunen Auswahlgespräche statt, deren eingereichte Projekte sich gut für die Teilnahme eignen. Die nächsten Schritte sowie eventuelle Rückfragen werden im persönlichen Austausch geklärt.

Wie kann ich mich und meine Verwaltungsprofis auf das Lokalprojekt vorbereiten?

In den Projekten treffen zum Teil unterschiedliche Sicht- und Arbeitsweisen aufeinander. Lokalprojekte bereitet beide Seiten aufeinander vor und möchte sie weiterbilden. Dazu finden bereits noch vor Projektbeginn (virtuelle) Kennenlerntreffen statt, die von Lokalprojekte begleitet und moderiert werden. In der Kick-off Woche werden sowohl Macher:innen auf die Arbeit in der öffentlichen Verwaltung vorbereitet als auch die Projektpat:innen auf die Zusammenarbeit mit den Macher:innen.

Wie sieht das Begleitprogramm aus?

Das Begleitprogramm wurde spezifisch für die Pilotphase aufgebaut und wird nun kontinuierlich evaluiert und weiterentwickelt. Die genauen Bildungsangebote, Formate und Termine teilen wir Ihnen rechtzeitig vor Beginn der Pilotphase mit. Es hat im Kern folgende Bestandteile:

Einführungswoche mit „Crash-Kurs Kommunalverwaltung“:
Wie tickt kommunale Verwaltung? Wie gehe ich mit dem Wechselspiel der Handlungsrationalitäten Legitimität, Legalität und Wirtschaftlichkeit um? Wie entwickle ich neue Ideen und Reformen mit anstatt gegen die Belegschaft der Kommune? Wie gelingen (digitale) Verwaltungsreformen?

Begleitung bei der Erarbeitung der  Zielvereinbarung zum Projekt zwischen Kommune und Macher:in 

Vernetzungsangebote für Macher:innen und für Ansprechpartner:innen bei den Kommunen 

Moderation im Binnenverhältnis Macher:in und Kommune

Kontinuierliches Weiterbildungs- und Workshopprogramm zur Kompetenzentwicklung, Projektmanagement, etc.

Beim Begleitprogramm arbeiten wir mit der Aarhus University, Dänemark, und der Zeppelin Universität, Friedrichshafen zusammen, die unter anderem auch einen universitären Masterstudiengang Public Management & Digitalisierung anbietet (www.zu.de/pmd). 

Welche Rolle und Aufgaben übernimmt der/die Macher:in in der Kommune?

Die/Der Macher:in unterstützt Sie und Ihr Team in Ihrem Arbeitsalltag methodisch und inhaltlich. Er oder sie übernimmt die Rolle einer/s Kompetenzvermittler:in, eines Innovationstalents und Coachs für die Erprobung und Einführung neuer Arbeitsweisen und Organisationsstrukturen zur abteilungsübergreifenden Zusammenarbeit in der Kommune. Er oder sie unterstützt die aktuellen Projektbeteiligten mit methodischen Kompetenzen, praktischer Arbeitserfahrung, unternehmerischer Expertise, digitalen Kompetenzen und interdisziplinärer Perspektive. Die Aufgaben der Macher:innen können unterschiedlicher Natur sein. Ein konkretes Beispiel ist die Einführung von Projektmanagement-Tools (z. B. Confluence, Kanban, Miro, Mural) für die gemeinsame Arbeit und das Wissensmanagement. Auch können die Anwendung von kreativen Ideenfindungsmethoden wie z. B. Design Thinking und Kreativ-Workshops , die Durchführung von Nutzer:Innen-Interviews oder datenbasierter Untersuchungen zur User Experience oder Einführung neuer Meeting-Formen, zur erfolgreichen Umsetzung des Projekts beitragen. Dabei ist zu erwähnen, dass Ihr:e Macher:in keine:n Verwaltungsmitarbeiter:in ersetzen soll, sondern als Impulsgeber:in, Kompetenzvermittler:in und Sparringspartner:in für lösungsorientiertes Projektmanagement und methodische Herangehensweisen fungiert.

Habe ich beim Matching mit dem/der Macher:in Mitspracherecht?

Lokalprojekte übernimmt den Auswahlprozess der Macher:innen und der Modellkommunen bzw. Projekte. Das Matching basiert auf vorher definierten Kriterien, um Kompetenz und Motivation faktenbasiert zu evaluieren und auf dieser Grundlage auszuwerten. Dieser Assessment-Prozess wird von Lokalprojekte vollumfänglich und verantwortlich durchgeführt. Er dient der Qualitätssicherung, der Diversitätssteigerung, und der Objektivität, von der Macher:innen und Kommunen profitieren. Nichtsdestoweniger muss es auch zwischenmenschlich passen. Nach dem Assessment erhalten Kommunen und Macher:innen begleitet durch Lokalprojekte die Möglichkeit, sich vor dem Projektbeginn kennenzulernen. Wenn sich hier herausstellt, dass es hier kein „Match“ vorliegt, suchen wir im Miteinander eine Lösung.

Was sind die Aufgaben der Projektpat:in?

Der Projektpate oder die Projektpatin ist die erste Ansprechperson für Ihre:n Macher:in und bringt dafür die zeitlichen Ressourcen mit (circa ein Tag pro Woche). Idealerweise ist diese Person ebenfalls in das Projekt involviert, in dem er/sie den/die Macher:in unterstützt.  Bei der gemeinsamen Projektarbeit werden unter Anleitung der/des Macher:in neue Arbeitsweisen angewendet, z. B. werden kreative Methoden und digitale Tools eingeführt. Die/Der Pat:in schafft dafür die Voraussetzungen und sorgt dafür, dass der/die Macher:in arbeitsfähig ist, d. h. ausgestattet mit der nötigen Hardware, mit allen relevanten Personen des Projekts verknüpft und inhaltlich eingearbeitet wird.

Wo arbeiten die Macher:innen?

Die/der Macher:in arbeitet bei Ihnen in der Kommune. Je nach Situation werden ggf. virtuelle Projektphasen erforderlich sein. Sie sollten der/dem Macher:in daher eine angemessene digitale Büroausstattung sowie Arbeitsmittel zur Verfügung stellen und idealerweise auch mobile Arbeit ermöglichen.

Was passiert am Ende des Lokalprojekts?

Die Macher:innen erwerben keinen Anspruch auf eine Weiterbeschäftigung in der Kommune und kehren nach Ende der Pilotphase in ihr altes Arbeitsverhältnis zurück. Eine Verlängerung des Lokalprojekts ist im Einzelfall nach Rücksprache möglich.  Wir ermuntern Sie, mit Ihrer:m Macher:in weiterhin in Kontakt zu bleiben. Zu einer erfolgreichen Personalgewinnung und -bindung gehört auch ein ausgeprägtes Alumni-Management.  Wir vereinbaren mindestens ein Gespräch nach Ende der Projektphase mit Ihnen (und Ihrer:m Macher:in), um die Nachhaltigkeit und Langfristigkeit der methodischen Impulse und Veränderungen durch die Macher:innen nachzuvollziehen und gemeinsam mit allen Beteiligten eine Endevaluation des Projekts vorzunehmen. Darüber hinaus bleiben Sie weiterhin Teil des Lokalprojekte-Netzwerks und werden weiterhin zu Vernetzungsveranstaltungen eingeladen.

Wie ist die Zusammenarbeit vertraglich ausgestaltet?

Die Macher:innen werden in der Regel befristet bei der LP - Lokalprojekte gemeinnützigen GmbH beschäftigt sein und für die gesamte Dauer des Lokalprojekts (in der Regel als Vollzeitkraft) an die jeweilige Kommune entsandt. Das zugrundeliegende Rechtskonstrukt ist in der Regel das einer Arbeitnehmerüberlassung.

Wie werden die Macher:innen vergütet und wer übernimmt die Kosten?

Die Macher:innen werden in Anlehnung an den Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst der Kommunen (TVöD-VKA) vergütet. Für viele Projekte, insbesondere Digitalprojekte, wird eine Reihe an sehr gefragten Kompetenzen erforderlich sein. Daher kalkulieren wir in der Regel mit einer Vergütung nach Entgeltgruppe 13 Stufe 2. Im Einzelfall wird je nach persönlichen Kompetenzen der Macher:innen geprüft und angepasst. Die Macher:innen werden von der LP-Lokalprojekte gemeinnützigen GmbH vergütet. Diese Vergütung wird dann der Kommune in Rechnung gestellt. Hinzu kommt ein Beitrag zur Finanzierung des Begleitprogramms. Für ein sechsmonatiges Projekt rechnen wir mit Gesamtkosten von ca. 49.000 Euro zzgl. der gesetzlichen USt. Gerne bekommen Sie ein individuelles, maßgeschneidertes Angebot von uns zugesendet.

Ich hätte ein passendes Projekt, jedoch keine Finanzierung. Was kann ich tun?

Wir haben ein breites Netzwerk und eine gute Übersicht für die verschiedenen Optionen im Kontext von (bundeslandspezifischen) Fördermitteln. Gerne unterstützen wir Sie bei der Suche und Beantragung passender Fördermittel.

Wie funktioniert das vergaberechtlich?

Das Angebot von Lokalprojekte ist aus unserer Sicht für Kommunen und Länder einmalig. Personen aus Wirtschaft und Gesellschaft in Kommunen bzw. Behörden zu bringen, um wechselseitigen Kompetenztransfer, Austausch, Bildung, und intersektorale Zusammenarbeit zu ermöglichen – das macht bisher niemand. Aufgrund unserer Alleinstellung auf dem Markt ist ein Projekt mit uns vergaberechtlich in der Regel aufwandsarm handhabbar. Für viele Bundesländer anwendbar ist hier § 8 Abs. 4 Nr.10 der Unterschwellenvergabeverordnung (UVgO) bzw. entsprechende Vorschriften für die jeweiligen Kommunen. Dort wird geregelt, dass die Verhandlungsvergabe zulässig ist, wenn zur Erbringung der Leistung nur ein Unternehmen in Betracht kommt. Kommen Sie gerne auf uns zu, wenn Sie zum Vergaberecht oder zur Verhandlungsvergabe mit uns Detailfragen haben.

Ist die Teilnahme am Begleitprogramm kostenpflichtig?

Die Teilnahme am Begleitprogramm ist i. d. R. verpflichtend. Sie wird zusammen mit der Übernahme der Vergütungskosten für die Macher:innen abgerechnet. Wir sind der Überzeugung: Kompetenztransfer und Weiterbildung lohnt sich für die Kommune bzw. Behörde, die Verwaltungsprofis, die Macher:innen und alle Beteiligten! Gerne stellen wir dazu auch Teilnahmebescheinigungen (z. B. für Personalakten) aus.

Ansprechperson
Charlotte Bock
Leitung Projekte und Partnerschaften

+49 7541 9789710
charlotte.bock@lokalprojekte.de